Die Bremssteuerung entspricht den Anforderungen der EN60204 Abs. 9.2.5.4.2 "Stillsetzen im Notfall" in der Kategorie 1

Schaltplan für 3Ph-400V - Steuerspannung 400V [pdf-Datei]
Schaltplan für 3Ph-400V - Steuerspannung 230V [pdf-Datei]
Schaltplan für 1Ph-230V [pdf-Datei]
Elektronische Bremsen werden benutzt, um Asynchronmaschinen in Kurzschlussläuferbauart und 1Ph-Wechselstrom-Kondensator-Motoren nach dem Ausschalten innerhalb 10 sec. abzubremsen. Dazu fließt bei abgeschalteter Betriebsversorgung ein einstellbarer Gleichstrom über eine oder mehrere Wicklungen des Motors. Dieser wird durch eine Thyristor-Phasenanschnittsteuerung über eine fest eingestellte Zeit erzeugt und danach wieder abgeschaltet. In den gegen das Feld rotierenden Kurzschlussläufer werden hohe Ströme induziert, die ein entsprechend hohes Bremsmoment zur Folge haben.
Bei dieser leistungsstarken Bremsvariante wurde besonders auf hohe Strombelastbarkeit und Spannungsfestigkeit der elektronischen Leistungshalbleiter geachtet (siehe technische Daten). Des weiteren führen wir alle Schalter mit einem von uns patentierten Schaltvorsatz (Vorschaltöffner) aus, um die elektronische Bremse insbesondere beim Wiedereinschalten während des Bremsvorgangs vor Kurzschlüssen und Spannungsspitzen zu schützen.
Die Motorerwärmung bei der Bremsung durch Gleichstromeinspeisung entspricht der Erwärmung beim Motorstart. Werden Motoren häufig gestartet und gebremst, sollte die Motortemperatur zusätzlich durch einen Thermistor (Temperaturfühler) überwacht werden.
Die Höhe des Bremsstromes ist vom Motor und der Schwungmasse abhängig. Er kann an einem Drehpotentiometer in der Höhe verstellt werden (Phasenanschnittsteuerung). Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, bei größeren Serien die Motoren mit Schwungmasse in unserem Hause zu testen, um die optimale Einstellung der Bremse zu erreichen. Auf Wunsch kann in allen Schalterreihen eine Einstellmöglichkeit von außen vorgesehen werden.